Incoterms: die „Bibel“ des internationalen Handels

incoterms

Internationale Handelsgeschäfte können äußerst komplex sein. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, wer welche Verantwortung, Risiken und Kosten übernimmt und wessen genaue Rolle bei einer Aktivität. Diese Notwendigkeit hat zur Schaffung der Incoterms geführt, einer Sammlung von Richtlinien, deren neue Version 6 im Januar dieses Jahres veröffentlicht wurde.

Was bedeutet Incoterms?

Als die Internationale Handelskammer (ICC – International Chamber of Commerce) 1919 gegründet wurde, bestand ihr Ziel darin, das Geschäftsleben klarer und berechenbarer zu machen und die Interessen der Wirtschaft bestmöglich zu vertreten. Die unterschiedlichen Praktiken und Rechtsauslegungen von Händlern auf der ganzen Welt erforderten die Festlegung gemeinsamer Regeln und Richtlinien. Aus diesem Grund beschloss die ICC 1936, ein einheitliches Regelwerk zu schaffen, das im internationalen Handel problemlos angewendet werden kann.

Ein universeller Standard für den Außenhandel, der auf der ganzen Welt gültig ist…

Incoterms (auch bekannt als International Commercial Terms) sind eine Standard-Außenhandelsklausel, die die Rechte und Pflichten des Verkäufers und des Käufers im Liefervertrag regelt. Sie definiert, wie die gekauften Waren vom Verkäufer zum Käufer gelangen. Ein großer Vorteil ist, dass die Lieferbedingungen nicht ausführlich im Vertrag festgelegt werden müssen, sondern nur durch Verweis auf die entsprechende Incoterms-Klausel. Ob Ihr Handelspartner nun in Alaska oder Usbekistan sitzt, dies sind globale Richtlinien, die überall bekannt und akzeptiert sind.

Die Zusammenstellung umfasst 11 Klauseln, die auf 3 Buchstaben abgekürzt sind. Die Vorschriften können in 4 Kategorien eingeteilt werden: „E“, „F“, „C“ und „D“. Je nach Transportart können die Klauseln für See-/Binnenwasserstraßen oder multimodale Transportformen gelten.

Die neue Version 6 trat am 01.01.2020 in Kraft.

Die Incoterms werden alle 10 Jahre erneuert, um eine maximale Anpassung an die aktuellen Geschäftspraktiken zu gewährleisten. Version 6 erschienim Januar dieses Jahres.

Die neue Version 2020 ist in 29 Sprachen verfügbar – die deutsche Version ist hier als E-Book erhältlich (offizielle Seite).

Die 11 oben genannten Klauseln sind:

  1. EXW (EX Works)
  2. FCA (Free Carrier)
  3. CIP (Carriage and Insurance Paid To)
  4. CPT (Carriage Paid To)
  5. DAP (Delivered at Place)
  6. DDP (Delivered Duty Paid)
  7. DPU (Delivered at Place Unloaded)
  8. FAS (Free Alongside Ship)
  9. FOB (Free On Board)
  10. CFR (Cost and Freight)
  11. CIF (Cost Insurance and Freight)

Nach Verkehrsmittel kategorisiert:

  • Incoterms für jede Art von Transport EXW, FCA, CPT, CIP, DPU, DAP und DDP
  • Incoterms nur für den See- und Binnenschiffsverkehr: FAS, FOB, CFR und CIF

Einige wichtige Änderungen gegenüber der Version 2010:

  • DAT wird DPU – Legt fest, dass andere Orte als das Terminal für die Lieferung von Waren genutzt werden können.
  • FCA – Das Frachtdokument wird nach dem Verladen ausgestellt.
  • Die Sicherheitsverpflichtungen wurden noch stärker in den Vordergrund gerückt.

Lesen Sie mehr über die drei am häufigsten verwendeten Klauseln

#1 EXV – Ex-Works (aus der Fabrik): Nahezu alle Kosten und Risiken trägt der Käufer. Die Aufgabe des Verkäufers besteht im Wesentlichen darin, die Waren innerhalb der vertraglich vereinbarten Zeit ordnungsgemäß verpackt und ausgeliefert an den Käufer zu liefern.

#2 DAP – Delivered At Place (an einen bestimmten Ort geliefert): Der Verkäufer erfüllt seine Verpflichtung, wenn er dem Käufer die Ware am benannten Bestimmungsort entladebereit zur Verfügung stellt.

#3 DDP – Delivered Duty Paid (verzollt geliefert): Es liegt in der Verantwortung des Verkäufers, die Waren an ihren Bestimmungsort zu liefern, und die damit verbundenen Kosten und Risiken, einschließlich der Zahlung von Zöllen, werden vom Verkäufer getragen.

#4 FCA – Free Carrier (kostenlos an die Spediteure übergeben): Der Verkäufer ist für die Übergabe der Waren an den Spediteur des Käufers verantwortlich. Es gibt verschiedene Arten von Entladestellen. Wenn es sich um den Ort des Verkäufers handelt, werden die Waren tatsächlich geliefert, wenn sie auf das vom Käufer bereitgestellte Transportmittel verladen werden. Wenn dieser Ort nicht in der Verfügungsgewalt des Verkäufers liegt: Die Lieferung gilt als erfolgt, wenn die Waren auf das Transportmittel verladen worden sind, bereit, sie an dem bezeichneten Ort zu entladen. In diesem Fall ist eine zusätzliche Bedingung die Anwesenheit des Käufers oder einer vom Verkäufer benannten verantwortlichen Person.

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